Belgischer Sieg durch Vic De Smet

Belgischer Sieg durch Vic De Smet

Die zweite Etappe des GP Rüeblilands zeigte sehr hochwertigen Radsport. Die seriös errechneten Marschtabellen wurden klar unterschritten. Den Ton an gaben diesmal die Werksteams. Es kam zu einem Doppelsieg der belgischen Mannschaft Soudal Quick-Step. Sieger wurde im Spurt der erst 17jährige Vic De Smet aus Belgien vor seinem Teamkameraden, dem Spanier Diego Lopez. Der bisherige Leader Finlay Storrie bestätigte seine gute Form mit einem 6. Rang. Ebenfalls vorne dabei war Marwan Karim Barhoumi vom Schweizer Nationalteam als Neunter.

Die 2. Etappe des GP Rüebliland brachte noch keine generelle Überlegenheit eines Fahrers zu Tage. Es gab während der Etappe verschiedene Angriffe, doch das Tempo im Feld war dermassen hoch (Schnitt fast 48km/h!), dass alle Scharmützel im Keime erstickten. 12 Kilometer vor dem Ziel sah es zwar für das Führungsduo Dave Cichy, Luxembourg und Gustaf Schlüter, Dänemark noch recht gut aus, lagen sie doch 20 Sekunden voraus. Danach machten die Fahrer im Feld aber unter dem Diktat des Soudal Quick-Step-Teams erneut Tempo und die zwei Führenden wurden rund 3 Kilometer vor dem Ziel noch gestellt. So kamen die Fahrer geschlossen auf die Zielgerade. Dass da der Belgier Vic de Smet am Schluss die Nase vorn hatte, ist kein Zufall, denn dieser Fahrer hat in dieser Saison schon einige grosse Rennen für sich entschieden.

Nach der zweiten Etappe ist noch alles offen. Das Fahrerfeld ist sehr ausgeglichen. Dabei fiel auf, dass sehr viele Fahrer trotz enorm hohem Tempo gut mithalten konnten. Der Schweizer Karim Marwan Barhoumi war als Neunter der erstplatzierte Fahrer, der nicht für ein Werksteam fährt und darf sich mit nur 14 Sekunden Rückstand noch berechtigte Hoffnungen machen. Hervorragend fährt auch Dennis Flückiger vom Aargauer Team. Er wurde in Steinmaur sehr guter 17. Er fährt bei der morgigen Etappe fast schon zu Hause vorbei (Langnau am Albis), was ihn zusätzlich beflügeln dürfte.

Die 3. Etappe in Affoltern am Albis mit immerhin 1790 Höhenmeter wird bestimmt vorerst den Spreu vom Weizen trennen, ehe die Rundfahrt dann am Sonntag auf der letzten Etappe in Wohlen in die endgültige Entscheidung geht. Erfreulich ist die Tatsache, dass nicht wie in den Vorjahren nur eine Mannschaft dominant ist. Die Topteams liefern sich einen interessanten Fight.